Schematherapie nach J. Young

 

Was ist Schematherapie?

Schematherapie oder schemafokussierte Therapie stellt ein modernes Psychotherapieverfahren zur Behandlung unterschiedlicher psychischer Probleme dar und integriert in einer komplexen Weise die Ergebnisse verschiedener Theorien und Therapiemethoden (u.a. der Bindungsforschung und der Lerntheorie, psychodynamische Ansätze,humanistische Therapien, imaginative Verfahren).  Schematherapie ist ein sehr effektives Verfahren. Die Wirksamkeit wurde in vielen Forschungsergebnissen weltweitnachgewiesen.   


 

Was ist ein Schema?

Schemata sind alles beeinflussende Lebensthemen, tief eingebrannte Muster/neuronale Programme. Sie enthalten Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Wahrnehmungen, vegetative Reaktionen und bestimmen unsere Handlungstendenzen. Schemata entstehen in schwierigen oder traumatischen Kindheitssituationen, in denen zentrale kindliche Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. Schemata neigen dazu, sich selbst zu erhalten. Dadurch verhalten wir uns auch in neuen Situationen immer wieder nach den alten Mustern. Wenn ein bestehendes maladaptives Schema aktualisiert wird, treten häufig intensive und unangenehme Gefühle auf. Menschen gehen mit Schemata unterschiedlich um. So entwickeln sich unsere Bewältigungsstile, die häufig die Symptome hervorrufen, wegen denen wir in die Therapie kommen.

 

Was sind die Ziele einer Schematherapiebehandlung?


 

Zu den Hauptzielen einer Schematherapiebehandlung gehören:

-         verhaltenssteuernde Schemata identifizieren,

-         ihren Ursprung erkennen,

-         sich von den automatisiert eingesetzten Bewältigungsreaktionen

           trennen,

-         neue, gesündere Lösungsschemata aufbauen